Minimalismus im Park: Wie wir in 61 Minuten zwei Welten erschufen

Minimalismus im Park: Wie wir in 61 Minuten zwei Welten erschufen

 

Manchmal braucht es keine stundenlangen Vorbereitungen oder ein riesiges Team, um Ergebnisse zu erzielen, die direkt aus einem Modemagazin stammen könnten. Kürzlich traf ich mich mit der beeindruckenden Jagoda im Treptower Park für ein Experiment der besonderen Art. Mein Ziel war es, die Naturkulisse fast vollständig auszublenden und stattdessen mit einem mobilen Hintergrundsystem ein cleanes Studio-Feeling unter freiem Himmel zu kreieren. Was mich an diesem Tag aber am meisten fasziniert hat, war nicht nur das perfekte Available Light, sondern die unglaubliche Dynamik zwischen uns. Als kleiner Fun Fact am Rande: Das gesamte Shooting – inklusive Outfitwechsel und Umbau des Hintergrunds – hat exakt eine Stunde und eine Minute gedauert. Jagoda hat mich dabei nicht nur als Model mit ihrer Professionalität überzeugt, sondern auch als Mensch mit ihrer positiven Energie und ihrer unkomplizierten Art tief beeindruckt.

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Im ersten Teil des Shootings setzten wir auf einen sehr coolen, maskulinen Fashion-Look. Gekleidet in einer hellen Hose, einem weißen Top und einem locker darüber geworfenen Männerhemd, saß Jagoda zunächst auf einem Hocker und später auf einem Stuhl, den wir kunstvoll unter dem Stoff des Hintergrundsystems verschwinden ließen. Mit dem Samyang 85mm konnte ich hier wunderbare, grafische Kompositionen schaffen, die durch die Reduktion auf Schwarz-Weiß eine ganz eigene, fast skulpturale Tiefe gewannen. Direkt im Anschluss änderten wir die Stimmung komplett. Das Hintergrundsystem wanderte weit nach unten, Jagoda wechselte in ein verspieltes weißes Sommerkleid und nahm direkt auf dem Boden Platz. Hier kam das Samyang 50mm zum Einsatz, um das sanfte Gegenlicht und die verträumte Atmosphäre einzufangen. Die Entscheidung, fast die gesamte Serie in Schwarz-Weiß zu halten, unterstreicht dabei die Ruhe und den Fokus auf Jagodas starken Ausdruck.

 

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Tipps für dein mobiles Outdoor-Studio

  • Nutze ein beschwertes Hintergrundsystem, damit auch bei einer leichten Brise im Park die Leinwand keine unkontrollierten Falten schlägt.

  • Positioniere deine Möbel direkt unter dem Stoff des Hintergrunds, um eine fließende, nahtlose Optik zwischen Sitzgelegenheit und Boden zu schaffen.

  • Achte beim Fotografieren im Gegenlicht auf eine präzise Belichtung der Hauttöne, damit das Model vor dem hellen Stoff nicht untergeht.

  • Setze bei Schwarz-Weiß-Porträts auf klare Strukturen und Linien, da diese ohne die Ablenkung durch Farben wesentlich stärker auf den Betrachter wirken.

 

 

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Abschließend war dieser Tag ein wunderbarer Beweis dafür, dass Kreativität nicht viel Zeit braucht, wenn die Chemie und das Konzept stimmen. Die Kombination aus minimalistischem Setup und Jagodas natürlicher Ausstrahlung hat Bilder entstehen lassen, die trotz der kurzen Zeit eine enorme grafische Stärke besitzen. Es zeigt mal wieder, dass man mit dem richtigen Blick und etwas Mut zum Minimalismus überall ein Studio eröffnen kann, in dem der Mensch und nicht die Technik die Hauptrolle spielt.

Ein ganz herzliches Dankeschön an Jagoda – danke für deine Schnelligkeit, deine Wandelbarkeit und die tolle Zeit, die sich trotz der Stoppuhr nie nach Arbeit angefühlt hat.

Wie gefällt euch die Entscheidung für den Schwarz-Weiß-Look – findet ihr auch, dass die Bilder dadurch viel fokussierter und zeitloser wirken?

 

Falls auch Du ein Fotoshooting bei mir möchtest, dann schreib mich über das Kontaktformular an.

Oder über Instagram: Ufuk Tekin (@ufuktekinbln) • Instagram-Fotos und -Videos

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