Erdige Eleganz: Intensive Kontraste und tiefe Blicke in der Grube
Nach den luftigen Aufnahmen im hellen Sand markierte das zweite Shooting des Tages einen faszinierenden Stilwechsel. Die Location wechselte zu einer markanten Grube, deren dunkle, fast schwarze Erde eine unglaublich kraftvolle und mystische Atmosphäre ausstrahlte. Da dieser gesamte Shootingtag von Vielfalt lebte, bot Jasmine mit ihrer Ausstrahlung den perfekten Gegenpol zur vorherigen Szenerie. Es war beeindruckend zu sehen, wie sich die Stimmung der Umgebung allein durch die Beschaffenheit des Bodens und die Farbwahl komplett wandelte und uns Raum für eine deutlich intensivere Bildsprache gab.


Für diesen Look wählten wir ein langes Kleid in einem tiefen Braun-Rot-Ton, das einen wunderbaren Kontrast zur dunklen Erde bildete und dennoch die erdige Wärme der Umgebung aufgriff. Während wir zuvor viel Weite gezeigt haben, suchte ich hier bewusst die Nähe. Neben den klassischen Fashion-Aufnahmen lag der Fokus diesmal auf engen Porträts, um Jasmines Mimik und die feinen Texturen des Outfits einzufangen. Das natürliche Licht wirkte in dieser Vertiefung fast wie in einem Studio unter freiem Himmel; es fiel weich auf ihr Gesicht und ließ die Farben des Kleides förmlich leuchten. Durch die geringe Schärfentiefe verschmolz der dunkle Hintergrund zu einem sanften Bokeh, das Jasmine und ihr rotes Kleid fast dreidimensional hervorstechen ließ. Es war eine Übung in Reduktion und Konzentration, bei der jedes Detail – von der Textur der Erde bis hin zum Glanz in den Augen – eine wesentliche Rolle spielte.

Benutztes Equipment
Kamera:
– Sony Alpha 7 III (ILCE-7M3)
Objektiv:
– Samyang AF 50mm F1.4 II Sony FE

Ein paar Tipps für dein eigenes Shooting
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Farbharmonien nutzen: Wähle Kleidung in Komplementärfarben zum Untergrund, um das Model optisch von einer dunklen Kulisse abzuheben.
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Fokus auf Porträts: Nutze lichtstarke Objektive, um bei engen Ausschnitten den Hintergrund in eine weiche Unschärfe zu tauchen.
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Lichtreflexionen beobachten: Dunkle Erde schluckt viel Licht, achte daher darauf, dass das Gesicht des Models ausreichend helles Umgebungslicht abbekommt.
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Strukturen einbauen: Nutze die Beschaffenheit des Bodens, wie Erdhaufen oder Kanten, um Tiefe und interessante Linien in das Bild zu bringen.


Dieses Shooting war für mich ein Beweis dafür, wie sehr eine Location die Stimmung eines Bildes diktiert. Der Kontrast zwischen Jasmines Eleganz und der rauen, dunklen Erde hat der Serie eine Tiefe verliehen, die mich selbst überrascht hat. Es war ein intensiver Moment der Fotografie, der perfekt in die Reihe dieses kreativen Tages passt. Ein herzliches Dankeschön geht an Jasmine für ihre Geduld und die starke Präsenz vor der Kamera, die diese engen Porträts erst so lebendig gemacht hat.
Arbeitest du bei deinen Porträts lieber mit hellen, freundlichen Hintergründen oder reizen dich solche dunklen, stimmungsvollen Locations mehr?
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